Personalratswahl 2020

 „Gute Arbeit“ ist das Motto der Gewerkschaft ver.di. Dafür wollen wir uns in der Personalratsarbeit weiterhin einsetzen.

Was heißt „Gute Arbeit“?

Eine aktuelle Umfrage unserer ver.di-Betriebsgruppe zu den Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen mit Mobiler Arbeit (in der Corona-Pandemie) zeigt eindeutig, dass viele von uns großes Interesse an der Ausweitung und Flexibilisierung mobiler Arbeit haben.

In Kürze wird die bestehende Dienstvereinbarung Mobile Arbeit evaluiert. Der neugewähltePersonalrat wird sich für eine Überarbeitung im Sinne der Beschäftigten einsetzen. Als ver.di-Vertreter*innen haben wir das Ergebnis unserer Befragung geliefert. Es macht deutlich, was den meisten Kolleginnen und Kollegen wichtig ist:

  • ungestörte Arbeitsatmosphäre,
  • gute Vereinbarkeit mit familiären Aufgaben,
  • die Möglichkeit zu flexibler, selbstbestimmter Einteilung der Arbeitszeit
  • guter Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen im Team
  • der Wunsch nach Weiterbildung angesichts der wachsenden Herausforderungen durch Digitalisierung aber auch weit darüber hinaus

Die Möglichkeit des Mobilen Arbeitens zu erhalten bzw. flexibler zu gestalten betrachten wir als wichtige Aufgabe. Jedoch müssen wir auch die Arbeitsbedingungen an der Hochschule im Focus behalten.
Die ohnehin großen Belastungen vieler Kolleginnen und Kollegen treten gerade in der Corona-Ausnahmesituation in bestimmten Bereichen ganz  besonders ans Licht: in den Dekanaten, im Studierendenservice, im Hochschulrechenzentrum, bei Gebäudebetreuung und Arbeitsschutz. Und auch in den Laboren macht sich die technische Umsetzung der digitalen Lehre nicht von selbst.
Dies sind nur einige Beispiele. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen…

Wo also ansetzen? Von den gesetzlich vorgegebenen Möglichkeiten des Personalrats (Personalvertretungsgesetz) sind keine Wunder zu erwarten, schon gar nicht angesichts der hinlänglich bekannten Unterfinanzierung der Hochschulen. Dennoch versuchen wir, das hohe Gut der gesetzlichen Interessenvertretung zu nutzen, um den Anliegen von uns Beschäftigten Gehör zu verschaffen und unsere Rechte immer wieder einzufordern. Faire Behandlung in Einstellungsverfahren, Unterstützung in Konfliktfällen, Förderung von Weiterbildung, sind nur einige Beispiele.

Unterstützung finden wir dabei durch den Austausch mit Personalratskolleg*innen anderer Hochschulen, die regelmäßige Teilnahme an Weiterbildungen sowie die Gewerkschaftsarbeit. Die Beuth Hochschule ist im Landesvorstand und in der Tarifkommission des Fachbereichs Bildung von ver.di vertreten. Die Ergebnisse dieser Arbeit fließen in die Hochschule ein. Hier zwei aktuelle Erfolge:
Ein Änderungstarifvertrag TV-L ist ausgehandelt: Für alle Neueinzustellenden gilt künftig, dass eine Unterbrechung ihrer bisherigen Tätigkeit bis zu 30 Monaten (statt bisher 18) nicht zum Rückfall auf die Erfahrungsstufe 1 führt.
Auch für neu einzustellende Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen gibt es eine finanzielle Verbesserung: Für sie können jetzt Berufserfahrungen  aus Tätigkeiten als Studentische Hilfskräfte oder während Stipendien als förderliche Zeiten anerkannt und bei der Einstufung  berücksichtigt werden.
Aktiv unterstützt ver.di auch das Eintreten aller Berliner Hochschulpersonalräte für die Übernahme der geplanten Ballungsraumzulage des Senats für uns Beschäftigte an den Hochschulen.

 

Unsere KandidatInnen für die Personalratswahl 2020 stellen sich vor:

Die gesamte ver.di-Liste:

  • Andreas Gläser, Personalratsvorsitzender (FB VIII)
  • Beate Keibel, Büro der zentralen Frauenbeauftragten
  • Monika Schmidt, FB V, Labormitarbeiterin
  • Sandra Beer, Bibliothek
  • Nico Neujahr, Präsidium
  • Wolf Gero Eggers, FB VI, Labormitarbeiter
  • Godebald Voit, FB V, Labormitarbeiter
  • Katrin Gamlien, FB II, Dekanat

 

(Fotos: Christian von Polentz: transit. fotografie und reportage)